In meiner Inszenierung fließen die Farben autonom, ohne abzubilden. Ich bestimme die Reihenfolge ihrer Auftritte, choreografiere die Farbflüsse und passe den rechten Augenblick zum Herausspülen heller Flächen ab.......(Farbenflüsse, 38 x 56 cm)

Es ist nicht verwunderlich, dass autonome Farbflüsse an Gewässer, Wolken und Landschaften erinnern. Dem Betrachter habe ich hier mit vorsichtigen Pinselzügen im oberen Drittel eine Landschaftsassoziation nahegelegt......(Winterland, 38 x 56 cm)

Farbseen trocknen mit dunklen Rändern auf, in welchen sich die Pigmente verdichten. Hier zeigt sich ein sehr seltenes Phänomen: diese Ränder der mit dem Pinsel aufgespritzten Flächen, konnten hell ausgespült werden. Nachträglich Schatten aufgetragen......(Türkisgrünes Meer, 33 x 40,5 cm)

Eine Kombination von Lichtreflexen, Spiegelungen und durchscheinendem Bachgrund in ein Aquarell übersetzen: blau lavieren, grafische Effekte aufstempeln, mit Gummiarabicum abdecken und nach einer zweiten getrockneten Lasur wieder hell auswaschen......(Perlbach, 38 x 55 cm)

Chromorange hat seine komplementäre Farbe Kobaltblau in Grau und Schwarz verwandelt. Glücklicherweise blieb trotz wiederholtem Lavieren und Spritzen helles Licht erhalten...... (Lichtblicke, 33 x 40,5 cm)

Wenn ich mich richtig erinnere, schüttete ich in die noch feuchte hellgelbe Lasur eine Komplementärmischung aus Kobaltviolett und Chromoxidgrün. Durch etwas Ochsengalle oder wie in diesem Falle Seife entspannt das Malwasser, fließt sanft, lässt sich gut mit dem Pinsel aufsaugen und trocknet randlos. Den unteren dunklen Rand deutete ich nachträglich mit dem Pinsel zu einer Landschaft aus......(Polarlicht, 31 x 40 cm)

In eine feuchte Lasur lege ich manchmal saugendes Material, wie hier beispielsweise kleine Streifen von Baumwoll-Lappen. Nach längerem Auftrocknen kann das Material wieder abgespült werden......(Feuchtgebiet, 25 x 35 cm)

Wie zu erwarten war, trocknet die satte Lasur vom Rande her und wird nach einiger Zeit aus dem feucht gebliebenen Zentrum gespült, damit das Papierweiß zum Leuchten kommt......(Zentrales Licht, 41 x 32 cm)

Vom oberen Bildrand fließt die Dunkelheit in breiten Bahnen hinunter und verzweigt sich dann in kleinere mit dem Pinsel gespritzte Wasserläufe......(Dunkles Ufer, 40 x 31 cm)

In Anlehnung an Aquarelle von Gottfried Salzmann verdichtet sich eine Mischung aus zwei Komplementärfarben zu einem Uferstreifen und fließt in den „See“. Hellgraue Querspritzer und eine gelbe Lasur verstärken diese Assoziation......(Freundlicher See, 40 x 31 cm)

Heute streue ich in die feuchten Farbschichten mineralische Pigmente, morgen schütte ich Wasser über das Papier. Die getrocknete Aquarellfarbe bleibt haften, die Pigmente hingegen lassen sich vollkommen abspülen und hinterlassen fein strukturierte Spuren......(Glitzern, 40 x 31 cm)

Alkohol- bzw. Spiritusspritzer trocknen schnell und werden beim Wässern des ganzen Blattes als feste Inselformen stehen bleiben.......(Inselkrusten, 35 x 25 cm)