Irland, Conamara, Bogs of Shanheever

Ich schlage mein Atelier vorzugsweise vor Ort auf, ....

Irland, Conamara, Bogs of Shanheever

.... male am liebsten „mittendrin“ und „plein air“, ....

Philippinen, Boracay, Ilig-iligan Beach

.... möglicherweise als Reaktion auf die zunehmende Virtualisierung der Wahrnehmung erlebnisorientiert und autobiografisch.

Vertrauen in das Wasser:
strömen, fließen, rinnen, sickern, tropfen, spritzen, auftrocknen, auswaschen, abspülen ...

Irland, Conamara, Klippen bei Gannoughs

Die Aquarelle von Guntram Funk sind Ergebnisse kontemplativer Begegnungen mit Orten. Er vertraut dabei auf die Aleatorik feinster Strukturen, die beim Fließen, Spritzen und Abwaschen farbigen Wassers entstehen und auf das zyklische Einkreisen des Motivs. Dadurch setzt er Wahrnehmungsprozesse abseits ausgetretener Pfade in Gang, um dem Geheimnis des Geschauten und Erlebten auf die Spur zu kommen. (Flyer der Studiengalerie Ludwigsburg 2008)

Gelegentlich kommen Materialien der Malplätze zum Einsatz, wie beispielsweise Bachkiesel, getrocknete Grasschnipsel oder Abfälle an einem Strand. Diese Fundstücke und das Medium Wasser spielen mir während des Gestaltungsprozesses die Bälle zu, die ich „glückliche Zufälle“ bezeichnen möchte.

Torrente Arbia in der Toskana, Foto

Oft arbeite ich über einen längeren Zeitraum an einem Malort, wie hier an einem kleinen Flüsschen in der Toskana. Dabei entstehen Aquarell-Serien mit unterschiedlichen Aspekten des Motivs und unterschiedlichen Abstraktionsgraden, wobei das Abbilden zur Nebensache wird. Schließlich hoffe ich, dass mein eigener Wahrnehmungsprozess beim Betrachten der Aquarelle neu in Gang gesetzt wird.

Torrente Arbia II, Aquarell (Detailansicht)

Bei dieser Arbia-Version legte ich auf die noch feuchte Aquarellfarbe Bachkiesel, die ich nach einer gewissen Trocknungszeit im rechten Augenblick abspülte.

Pulisan I (Mangrove am Sandstrand), 20 x 27 cm

Um lebendige „farbige“ Grautöne zu erhalten, mische ich komplementäre Farbenpaare.

Vorschlag für eine Aquarellpalette in komplementärer Anordnung: die nebeneinander stehenden Farben ergeben in ihrer Mischung vielfältige Schattennuancen und Grautöne.

Manganviolett Kobaltgrün rein Sepiabraun
Scharlachrot Chromoxydgrün Engl.-Venez. Rot
Kadmiumrot hell Kobaltcoelin Siena gebrannt
Chromorange Kobaltblau dunkel Umbra gebrannt
Kadmiumgelb dk. Ultramarinviol. Licht. Ocker natur

Bali, Calonarang I, 49 x 34 cm

Arbeiten im Atelier zu Hause:
hier habe ich zum Beispiel balinesische Tempeltänze im Prozess des Aquarellierens noch einmal nacherlebt.

Im hinduistischen Spielzyklus „Calonarang“ auf Bali kämpfen in einem höchst dramatischen Maskentanz Barong und Rangda miteinander; sie verkörpern das Gute und das Böse. Der Kampf geht letztlich unentschieden aus, da sich in der balinesischen Weltanschauung im Idealfall diese beiden extremen Kräfte im Gleichgewicht befinden.